Autobatterie – besser rechtzeitig ersetzen

511CbK4cx2L.jpgEine entladene Autobatterie zählt zu den häufigsten Pannen-Ursachen in Deutschland und nicht selten sind die Batterien in diesen Fällen jünger als drei Jahre. Die Folge ist, dass der Wagen abgeschleppt wird und in der Werkstatt eine neue Autobatterie eingebaut werden muss. Damit lässt sich dieser Aufwand und der Ärger der damit verbunden ist weitgehend vermeiden, wenn die passende Batterie ausgewählt wurde und diese auch regelmäßig gepflegt wird.

Welche Batterie ist die Richtige für mich?

Jeder hat grundsätzlich die freie Auswahl, welche Marke er kauft, aber wichtig ist, dass die neue Autobatterie zu den Anschlüssen des KFZ passen. Zudem muss sich auch zu der vorhandenen Befestigungsart im Fahrzeug passen (Rahmen, Fußleiste etc.). Verfügt das Fahrzeug über eine Start-Stopp-Funktion, dann muss die Batterie aufgrund der häufigen Startvorgänge besonders zyklenfest sein. In diesem Fall eigenen sich die AGM Batterien sowie die EFB-Batterien, die etwas günstiger sind. Was die Preise angeht, so gibt es hier keine konkreten Preisstaffelungen, aber es wird stets vor den Billig-Produkten gewarnt, die oftmals in Baumärkten angeboten werden. Diese sind für Fahrzeuge mit keinem geringen Energieverbrauch einfach oftmals zu schwach. Zudem verfügen Markenbatterien über eine höhere Lebensdauer.
Die European Type Number (ETN), die auf den neueren Modellen zu finden ist, kann eine Hilfe bei der Auswahl sein. Diese Nummer gibt Aufschluss über

  • Kapazität
  • Kaltstartstrom
  • Nennspannung
  • Bauform und
  • Lage der Pole.

Eine Batterie mit einer identischen ETN kann ohne weitere Probleme ausgetauscht werden. Doch bevor eine neue Autobatterie gekauft wird, sollte in der Betriebsanleitung des Fahrzeuges nachgeschaut werden, ob der Hersteller Vorgaben macht in Bezug auf den Batterietyp. Diese Vorgaben sollten unbedingt eingehalten werden.

Die einzelnen Batterietypen

Insgesamt gibt es drei Batterietypen:

Kalzium (Ca+/Ca-)

Dabei handelt es sich um einen Autobatterie-Typ der mittlerweile in dem größten Teil der Neuwagen verbaut wird. Der Vorteil dieser Autobatterie ist der geringe Wasserverbrauch, die niedrige Selbstentladungsrate sowie die höhere Unfallsicherheit. Besonders für den Einbau im Motorraum, oder an schwer zugaenglichen Stellen eigenen sich die Kalzium-Batterien. Der Nachteil hier ist, dass diese Autobatterie über ein geringe Zyklenfestigkeit verfügt und das bedeutet sie übersteht weniger die Lade-/Entladevorgänge.

Hybrid (Antimon+/CA-)

Im Vergleich zu der reinen Kalzium-Batterie verbraucht eine Hybrid-Batterie mehr Wasser und muss aus diesem Grund hin und wieder mit destillierten Wasser nachgefüllt werden. Der Unterschied im Wasserverbrauch ist abhängig von der Reinheit des Materials.

Low Antimon (Antimon+/Antimon-)

Dieser Typ Autobatterie verfügt über eine hohe Zyklenfestigkeit, aber verbraucht deutlich mehr Wasser und werden kaum noch als Starterbatterie verwendet.
Was ist beim Kauf einer Autobatterie zu beachten?

Um auch tatsächlich die richtige Batterie zu kaufen, müssen gewisse Daten und Angaben beachtet werden. Diese sind entweder an der bestehenden Autobatterie zu finden oder im Handbuch des KFZ.

  • Die Batterie muss in das Batteriefach passen
  • Die Anschlüsse und die Lage und Form müssen übereinstimmen
  • Die Art der Befestigung: Fußleiste, Rahmen etc.
  • Die Netzspannung einer PKW Autobatterie beträgt 12 V – diese müssen unbedingt eingehalten werden
  • Je nach Wagenklasse kann die Kapazität, also die Menge an Strom zwischen 40 Ah und 120 Ah (Amperestunden) betragen
  • Der Startstrom und Kaltstartstrom müssen ebenfalls beachtet werden (CA: cranking amps und CCA: cold cranking amps). Beim Startstrom handelt es sich um die Amperezahl, die eine Batterie für 30 Sekunden bei 0 Grad aufbringen kann. Bei einem Kaltstromstart wird von 18 Grad minus ausgegangen.

Die Lebensdauer einer Autobatterie

Die durchschnittliche Lebensdauer einer Autobatterie liegt bei fünf bis sechs Jahren. Sollte die Batterie bereits nach drei Jahren schlapp machen, dann hängt das zumeist mit Kurzstrecken zusammen. Denn der Akku hat hier nicht die Möglichkeit wieder komplett aufzuladen. Wenn dann noch viele Verbraucher hinzukommen, wie beispielsweise Radio, Gebläse, Navigationsgerät oder Kälte, dann ist das der Tod für jeden Akku.

Sollte die Autobatterie streiken, dann ist es empfehlenswert, einen Fachmann hinzuzuziehen. Wer sich das Überbrücken oder das Wechseln der Autobatterie zutraut, der sollte dabei einige Verhaltensregeln beachten.

Um eine Autobatterie zu laden, wird ein Aufladegerät benötigt und am besten wird eines genutzt, dass sich selbst abschaltet, sobald die Autobatterie vollkommen geladen ist. Das Ladegerät wird entsprechend der Kennzeichnung „Plus-Pol am Plus-Pol“ und „Minus-Pol am Minus-Pol“ an der Batterie angeschlossen. Dabei sollte beachtet werden, dass die Autobatterie geschädigt werden kann, wenn der Ladevorgang trotz voller Batterie weiter fortgesetzt wird.

Die richtige Behandlung einer Autobatterie

Damit die Autobatterie ihre durchschnittliche Lebensdauer von fünf bis sechs Jahren erreicht oder diese sogar zu verlängern, ist es wichtig, diese zu pflegen und zu warten. So sollte die Autobatterie zweimal jährlich in einer Werkstatt überprüft werden, auch wenn die Autobatterien heute immer wieder als „wartungsfrei“ bezeichnet werden. Denn die häufigsten Gründe, dass eine Batterie zu früh ihren Dienst versagt sind, wie bereits erwähnt die Kurzstrecken.

Zudem sollen auch das Tiefentladen vermieden werden. Das passiert beispielsweise, wenn das Scheinwerferlicht über Nacht brennt. Besonders im Winter kann es sich als hilfreich herausstellen, die Batterie über Nacht an ein Ladegerät anzuschließen, womit verhindert wird, dass sie durch die niedrigen Temperaturen geschwächt wird. Zudem sollte die Batterie auch nicht über einen zu langen Zeitraum gekippt werden – das bedeutet dass Fahrzeug, sollte nicht an einem steilen Abhang stehen oder zu lange einseitig aufgebockt sein. Denn in einem solchen Fall kann Säure austreten. Des Weiteren sollte die Autobatterie auch regelmäßig von Schmutz befreit und die Pole eingefettet werden.

Wo kann eine neue Autobatterie gekauft werden?

Wer nichts falsch machen möchte und sich den Wechsel der Autobatterie nicht selbst zutraut, der sollte am besten in die Werkstatt fahren. Dort sind die Fachleute nicht nur bei der Auswahl der passenden Autobatterie behilflich, sondern bauen diese dann auch gleich ein. Die Autofahrer die sparen möchten und daher lieber erst Angebote vergleichen und zudem den Austausch auch selbst vornehmen möchten, die können die Autobatterie auch online bestellen.